Erhart Kästner nennt das Bergmassiv Ida in seinen Aufzeichnungen über Kreta „den kretischen Stier“, ausgestattet mit zwei Gipfeln, eben wie die Hörner des mythologischen Stiers, der der Vater des Minotaurus wurde und in Kreta – folgt man den mythologischen Erzählungen – viel Schaden angerichtet hat.
Der Ida ist das höchste Gebirge der zweitgrößten Insel Griechenlands, die durchzogen ist von hohen Bergen, die ihr das charakteristische Bild und Klima geben. Durch diese Gebirge haben sich die fruchtbaren Hochebenen gebildet und die landschaftlich schönen Schluchten, z.B. die Samaria-Schlucht. Ein langer tektonischer Graben, der zwischen der europäischen und der afrikanischen Platte verläuft, sorgte für die Auffaltung und bewirkt heute noch größere tektonische Aktivitäten. In der Vergangenheit haben die Beben viele große Bauwerke Kretas zerstört, aber heute liegen die Epizentren in so großer Tiefe, dass die Kreter eine große Gelassenheit entwickelt haben – auch der Tourismus leidet in keiner Weise unter dieser geologischen Gegebenheit. Manche Touristen hängen so sehr an Kreta, Ferienwohnung vorausgesetzt, dass sie am liebsten das ganze Jahr dablieben.
Sie genießen bei ihren Aufenthalten ganz besonders auch die kretische Flora, die Fauna ist eher unspektakulär. Trotz der sehr trockenen Sommer sind in Kreta 140 Pflanzenarten endemisch. Im Frühjahr wird Kreta zum Blütenmeer, im Frühsommer wird die Insel zum Duftgarten der Kräuter. Die Samaria-Schlucht ist bestanden von Oliven- und Mandelbäumen, von Kakteen und Feigen. Der weiße Aaronstab wird jeden beeindrucken, der ihn auf seinen Wegen findet. Dazu ist es gut auf der Insel Kreta, Ferienwohnung oder gar Ferienhaus zu suchen, die häufig in den schönsten Gegenden anzutreffen sind. Vom kleinen Bauernhaus bis zur Luxusvilla ist alles dabei.
Kulturell liegt Kreta am Kreuzweg, der drei Kontinente verbindet: Europa, Asien und Afrika haben ihre Spuren hinterlassen. So ist die in Kreta seit 3000 v.u.Z., also zur Bronzezeit, entstandene minoische Kultur die erste Hochkultur Europas. Tausend Jahre später entstanden die großen Paläste: Knossos, Malia, Phaistos, Galata, Kato Zakros. Die Phönizier trieben Handel mit Karthago und Kreta, sodass auch hier Beeinflussungen aufzuspüren sind. In der Zeit nach Christi Geburt gehörte Kreta zum byzantinischen Reich, wurde von den Osmanen erobert, später zu Venedig geschlagen und gelangte danach an Griechenland.
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