Der Galapagos Archipel ist eine Inselgruppe vor der südamerikansichen Küste. Politisch gehört er zu Ecuador. Weltbekannt sind die Inseln für die seltenen Tier- und Pflanzenarten, die teilweise auch nur dort heimisch sind. Deshalb hat sich Galapagos nicht zu einem Mekka für Forscher und Naturfreunde entwickelt. Aber auch Tauchern und Schnorchlern erscheinen die Gewässer um die Inseln wie ein Paradies, auch wenn eine Galapagos-Reise nicht gerade preiswert is. Doch das Paradies ist auf vulkanischer Hölle gebaut, wie die Insel Fernandina seinen Besuchern sehr augenscheinlich zeigt. Sie nimmt eine Fläche von 642 Quatratkilometern ein und ist damit die drittgrößte Insel des Archipel, zugleich jedoch auch die jüngste. Die Insel ist ein immer noch aktiver Schild-Vulkan. Der letzte Ausbruch liegt gar nicht lange zurück: Am 13. Mai 2005 floß zuletzt Lava. Auf der Südflanke des Vulkans hatte sich ein Nebenkrater gebildet, der über Stunden hinweg flüssiges Gestein aus dem Erdinnern an die Oberläche förderte. Der Vulkankegel hat eine höhe von 1.476 Metern und eine Krateröffnung von 6,5 Kilometer Durchmesser. Bedingt durch die letzte Vulkanktivität zeigt sich nur eine magere Besiedelung durch Pflanzen. Das typische satte Grün der Galapagos-Inseln ist dort eher einem tristem Grau gewichen. Besuchern der Insel Fernandina werden aus Sicherheitsgründen nur die Randbereiche des Kraters gezeigt.
Der Name der Insel bezieht sich auf König Ferdinant von Spanien, der die Entdeckungsreisen Chrisopher Columbus maßgeblich finanziell absicherte. Ein beliebter Besuchspunkt für Touristen auf der westlichsten der Galapagos-Inseln ist Punta Espinoza. Dort sonnen sich sonnen sich Meerleguane zu Hunderten. Ausserdem bewohnen noch flugunfähige Kormorane, Galápagos Pinguine und Seelöwen die Insel.


